Wieder nichts – Unglückliche 2:3 Niederlage gegen Breitenfeld 2000

Einen Tag vor dem Martiniganslessen, am Sonntag, hatte Dynamo das zweite Heimspiel in Folge, diesmal gegen Breitenfeld 2000, die in der Tabelle nur 3 Punkte vor den Döblingern rangierten – Entsprechend wichtig war das Spiel für DD im (das muss man leider schon so sagen) Abstiegskampf der 1.Klasse und entsprechend motiviert blickten die Krieger aus Döbling dem Duell entgegen. Kopfzerbrechen bereitete der Heimmannschaft allerdings das schon seit Wochen bestehende Personalproblem im zentralen Mittelfeld und zusätzlich noch der Ausfall von Topscorer Herzan, der diesmal verletzt für das Spiel passen musste.

Nichtsdestotrotz versteckten sich die Döblinger im Spiel ganz und gar nicht und versuchten in der Anfangsphase Druck auszuüben, was ganz gut gelang. Breitenfeld fand nur Halbchancen vor, die von der solide agierenden Abwehr bzw. von Taborsky, der an diesem Abend seine wahrscheinlich beste Saisonleistung ablieferte, entschärft wurden. Leider waren es ungeachtet dessen die Gäste, die mit 1:0 in Führung gingen: Nach einem halbhohen Eckball ließ ein gegnerischer Spieler am kurzen Pfosten den Ball durch die Beine passieren. In der Mitte schaltete der Gegner schneller und hämmerte den Ball auf Taborskys Bein, von wo der Ball unglücklich aus der Sicht Dynamos ins Tor sprang (36.). Da DD in dieser Saison fast ausschließlich in jedem Spiel in Führung gegangen war, hoffte man auf ein gutes Omen durch den Rückstand. Die Zuversicht wuchs, als man zwei Minuten nach dem Gegentor den Ausgleich durch Höller P.  erzielte: Der zuletzt in Hochform agierende Veress A. schlug einen Pass ins Zentrum, der Dynamos bulligen Außenstürmer fand. Dieser setzte sich unter Einsatz all seiner Masse im Laufduell gegen seinen Kontrahenten durch und schoss mit einem satten Schuss ins Gehäuse von Breitenfeld ein, womit er die richtige Antwort auf die Kritik des Trainers vor dem Spiel gab  – 1:1, woran sich bis zur Pause auch nichts mehr änderte.

In der zweiten Halbzeit diktierte Dynamo das Spiel und drückte Breitenfeld stark zurück. Chancen aller Art wurden von der Offensivabteilung vergeigt, indem oft nicht der letzte Pass gesucht wurde, sondern zu hastig abgeschlossen wurde. Symbolisch für diese Teufelssaison bekam Dynamo nach einem Freistoß in der gegnerischen Hälfte durch einen Konter über die rechte Seite den Gegentreffer. Breitenfeld strahlte gerade in dieser Phase (bis auf den Spielmacher) überhaupt nichts an Gefahr aus, während Dynamo das Spiel im Griff zu haben schien. Zehn Minuten nach dieser Aktion ein ähnliches Szenario: Dynamo verliert den Ball – Breitenfelds Konter über rechts – verhexter Pass in die Mitte (durch die Beine von 2 Verteidigern) – Tor – 1:3.

Dynamo zeigte aber Charakter und wenige Minuten nach dem dritten Gegentor traf Schiller, der bis dahin einige Chancen ausgelassen hatte, aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer. Bei den Gastgebern keimte die Hoffnung wieder auf und man spielte, wie auf einer schiefen Ebene auf das Tor von Breitenfeld. Die Dynamos wurden für ihre Bemühungen dann auch belohnt, als nach einem Eckball der Ball zu Höller P. sprang, der sich die Chance nicht entgehen ließ – 3:3…glaubten alle, bis auf einen. Der Schiedsrichter pfiff die Aktion nämlich ab und zeigte Freistoß für Breitenfeld an. Auf heißblütige Fragen der aufgebrachten Döblinger (schon letzte Woche wurde auf diese Art ein Treffer aberkannt) entgegnete er präpotent, dass er niemandem eine Rechenschaft schuldig sei und jegliche Kritik mit dem Gelben Karton ahnden würde. Die Gastgeber mussten das leider, ob sie wollten, oder nicht, hinnehmen. Im Spiel wurden weitere schön herausgespielte Aktionen danach noch durch das eigene Unvermögen vereitelt, beispielsweise als Schiller nach einer Maßflanke hauchdünn über die Latte köpfelte. An dem 2:3 konnte man somit an diesem Abend nichts mehr ändern und Dynamo schlitterte in die nächste Niederlage.

Fazit: Eine beherzte Leitung, die leider unbelohnt blieb. Was sich der Schiedsrichter in der oben genannten Aktion leistete, war eine bodenlose Frechheit, für die man nur schwer Worte finden kann. Dynamo war weitestgehend die bessere Mannschaft und wurde leider von Breitenfeld klassisch ausgekontert. Die Tabellensituation ist jetzt noch deutlich prekärer als zuvor, da man es auch gegen direkte Konkurrenten verabsäumt, zu punkten. Kommendes Spiel findet am Samstag gegen den Tabellenzweiten Wien United 2012 statt. Schwierig wird’s auf jeden Fall, denn wenn man gegen die Kleinen nichts holt, wird’s gegen die Großen noch schwieriger werden. Dynamo lässt sich aber nicht einschüchtern und wird sein Bestes geben, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden!

 

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