DD zum Verlieren verdammt – Niederlage in letzter Sekunde

Samstag Abend versammelten sich auf der Krottenbacher Alm 14 ehrgeizige Dynamos, die für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen wollten. Mit einer hervorragenden Startformation (Taborsky;Probst-Veress-Veress-Diaz;Mandl-Haiden;Höller-Schmid-Höller;Herzan) war man guter Dinge, den Tabellenfünften, Philadelphia AC, an diesem Abend in die Knie zu zwingen, denn ohne das Pech bzw. der Krise der letzten Wochen und Monate wusste man, dass Dynamo von der Mannschaftsstärke her in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt sein müsste.

DD rechtfertigte diese Annahme, startete wie ein Wirbelwind in die Partie und kontrollierte vom ersten Augenblick an das Geschehen. Gleich in der 4. Minute dann die erste bittere Szene für Dynamo: Schmid ging nach einem Kopfballduell zu Boden und griff sich an den Knöchel. Vavra machte sich prompt an der Seitenlinie bereit und ersetzte den verletzten Kapitän. Die Döblinger ließen sich aber davon nicht beirren und spielten weiter mit erdrückender Überlegenheit nach vorne. Philadelphia wusste gar nicht so recht, was man gegen die sensationellen Kombinationen der Heimmannschaft machen sollte und nahm eine Beobachterrolle ein. Nach einigen vergebenen Chancen bekam Dynamo (typischerweise) mit dem ersten Torschuss gleich ein Gegentor, als ein Stürmer aus abseitsverdächtiger Position einen langen Ball erlaufen konnte, Taborsky umkurvte und locker einschob – total unverdient, aber 0:1 (14.). Dynamo zeigte sich allerdings danach so zielbewusst, dass man noch stärker und stärker wurde und praktisch auf einer schiefen Ebene auf das Philadelphia Tor zustürmte. Ein Stangenschuss von Mandl und ein auf der Linie geretteter Ball nach Herzan-Heber, waren aber das Maximum, was für die Dynamos herausschaute. Alle anderen Großchancen (Höller F, Höller P. x2, Herzan x3, Mandl, Haiden x2, Vavra) wurden leichtfertig vergeben. Philadelphia war zwischendurch auch zum zweiten Schuss (nicht Torschuss!) gekommen, als ein Spieler Taborsky aus etwa 20 Metern überheben wollte, der Ball aber hauchdünn am Pfosten vorbeistrich – Mehr ging für die Gäste in dieser Hälfte nicht. Bis zur 40. Minute musste Dynamo auf die Belohnung für die Bemühungen warten, als über Höller P. der Ball zu Herzan kam, der nach einigen ausgelassenen Chancen endlich sein Tor machte und den Tormann sehenswert überlupfte – Pausenstand 1:1.

Nach Seitenwechsel wurde Philadelphia ein wenig stärker und gab zumindest ein Lebenszeichen von sich. Dynamo dominierte hingegen weiterhin das Spiel und erspielte sich weitere etliche Chancen. Oft fehlte aber die Abgebrühtheit vor dem Tor und die meisten Schüssen strichen somit neben dem Gehäuse des Philadelphia Keepers vorbei. Nachdem Herzan in Minute 64. verletzungsbedingt für Hondros Platz machte und die Döblinger die Aufstellung umkrempeln mussten, fiel man leider ein bisschen zurück. Als Dynamo aber den Punkt schon sicher geglaubt hatte, schoss ein gegnerischer Stürmer aus relativ ungefährlicher Position aus 20 Metern Richtung Tor. Taborsky wurde dabei auf dem falschen Fuß erwischt und der Ball ging ins Netz zum 1:2 (87.). Dynamo versuchte am Ende noch alles nach vorne zu werfen, aber der Gegner mauerte hinten alles zu und ließ die Heimmannschaft nicht mehr richtig gefährlich werden.

Fazit: Dynamo geht mit einem wenig lachenden und einem stark weinenden Auge in die Winterpause. Einerseits war die Leistung im letzten Spiel des Jahres fantastisch, das muss man wirklich so sagen. Begonnen beim sehr soliden Veress-Innenverteidiger- Bollwerk, über die Neo-Außenverteidiger Probst und Diaz, die sehr viel Druck nach vorne erzeugen konnten, Haiden bzw. Mandl, die das Spiel aus der Zentrale mit gutem Auge lenkten, Höller-Flügelzange, die auf den Flügeln ihre Gegner schwindlig spielten, Vavra, der mit seiner körperlichen Präsenz sehr viel Platz schaffen konnte, bis zu Herzan, dessen Trefferquote schon fast unheimlich ist. Jeder ist gelaufen, jeder hat sich positiv unterstützt und jeder hat seinen Teil zu dieser tollen Leistung beigetragen! – Mannschaftlich 1A, kämpferisch ebenfalls… Bleibt noch das Ergebnis: Es ist einfach nur noch rätselhaft, wie man so ein Spiel aus der Hand geben kann. Normalerweise hätte man diesen Gegner mit 6:0 nachhause schicken müssen und sollte derzeit irgendwo oben in der Tabelle stehen (wenn man gegen den 5. schon so überlegen ist). Sogar einzelne Spieler von Philadelphia entschuldigten sich nach dem Spiel bei Dynamos für diesen Sieg und konnten ihr Glück kaum fassen (übrigens auch sonst großteils eine sehr sympathische Mannschaft). Leider hilft’s nichts, Dynamo überwintert als Tabellenschlusslicht und MUSS im Frühjahr diese Pechserie überwinden, denn nichts wäre bitterer, als der Gang in die 2. Klasse.

Erster Schritt aus der Krise ist natürlich die Teilnahme an der alljährlichen Weihnachtsfeier (Wenn alles wahr ist, werden 6-8 Neulinge eins über den Durst trinken müssen)! Fans, Freunde, Spielerfrauen etc. werden spätestens in der erlesenen Coyote Bar erwartet, wo dann bis in die frühen Morgenstunden die Seuchensaison vergessen gemacht wird. Was danach geschieht? – Eure Lieblingsdynamos werden sich natürlich nicht in den Winterschlaf begeben, sondern in der Halle fit halten und bei einigen Turnieren ihr Glück versuchen. Ende Februar geht’s dann wieder mit den Testspielen los, damit man dann in der Frühjahrssaison die Tabelle von hinten nach vorne aufrollen kann! Bleibt noch eines zu sagen: !D-d-dynamo!

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