Dynamos Jungs ringen Olympic im Kellerduell nieder

Zu einer ungewöhnlichen Zeit, nämlich Mittwochabend, bestritt Dynamo ein richtungsweisendes Spiel gegen Olympic Vienna. Bei einer Niederlage wäre der Zug für den Klassenerhalt schon so gut wie abgefahren, bei einem Sieg wäre man wieder mehr als nur mittendrin im Kampf. Die Döblinger waren sich der Wichtigkeit der Partie bewusst und konnten dementsprechend auch 16 (!) Spieler mobilisieren – da aber nur 15 Kicker spielen dürfen, peitschte Kalmar neben dem Veretzten Schmid seine Mannschaft nur von der Seitenlinie voran. Die Dynamos traten praktisch in Bestbesetzung an, lediglich Koppelhuber musste man vorgeben, der aber in der ersten Hälfte von Veress A. und in der zweiten von Lurger mehr als nur gut vertreten wurde.

Dynamo kam gut aus den Startlöchern und baute enormen Druck auf Olympic aus. Diese kamen mit dem Tempo anfangs gar nicht zurecht und konnten sich nur aufs Mindeste beschränken. Dynamo hätte in der ersten zehn Minuten bereits um einige Treffer führen müssen, es schaute aber lediglich ein Stangentreffer heraus, da Haiden mit seiner Körpermitte den Ball nicht kontrolliert aufs Tor schicken konnte. Danach ließ das Pressing der Gäste ein wenig nach, in der 15. Minute gelang aber trotzdem der Führungstreffer: Der Ball wurde zurück auf Veress M. gespielt, der mit einer direkten Flanke Herzan suchte. Dynamos Stürmer verlängerte in den Lauf von Vavra, der sich die Chance nicht entgehen ließ. In der Folge machte DD den Gegner mit einigen Unkonzentriertheiten wieder stark, Olympic scheiterte aber einige Male am eigenen Unvermögen bzw. am starken Schlussmann Posch. Kurz vor der Pause konnten die Gäste dann die Führung ausbauen, diesmal ließ sich Herzan selber als Torschütze feiern (40.): Vavra rannte auf den Tormann zu, der ihm aber zuvorkam und das Leder wegdrosch. Zu seinem Pech spielte er genau in die Füße von Herzan, der aus gut 20-25 Metern ins leere Tor feuerte. Beim Stand von 0:2 blies der teilweise willkürlich pfeifende Schiedsrichter die erste Hälfte dann ab.

Nach Seitenwechsel mussten die Gäste einen Schock verdauen, denn Olympic kam aus einer Zufallsaktion zum Anschlusstreffer (50.). Danach entwickelte sich eine relativ offene Partie, mit Chancen auf beiden Seiten. Die größten Möglichkeiten der Gäste hatten Herzan (Abseitstor?) und Höller F. 2x am Fuß. In der 76. Minute erlöste dann schließlich Vavra seine Mannschaft und das mit einem Treffer der Marke „Traumtor“: Nach einer Freistoßflanke stieg der zuvor genannte Spieler zwischen Elferpunkt und Strafraumgrenze am höchsten und köpfte wuchtig ins lange Eck. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend kam in Dynamos Reihen auch wieder die Ruhe ein wenig zurück und man spielte kontrollierter und befreiter nach vorne. Schiller (Stangenschuss), Vavra (schafft nur die schweren Kopfbälle in die Maschen zu befördern), und Höller P. (scheitert aus kurzer Distanz nach Diaz-Vorarbeit) vergaben allesamt ihre Großchancen und somit blieb letztendlich beim 3:1 Sieg für DD.

Fazit: Ein Sieg, dessen Wichtigkeit wahrscheinlich jedem bewusst ist. Mit den drei Punkten im Beutel ist man wieder voll dabei, bei sechs ausstehenden Runden ist man nur fünf Punkte hinter dem 8. Platz und drei Punkte hinter dem rettenden 10.Platz. Dynamo hat teilweise endlich wieder Fußball gespielt, auch wenn man ein bisschen mit dem großen Feld auf der Marswiese kämpfen musste. Ein Schlüssel zum Erfolg war natürlich deshalb auch die starke Bank, die endlich wieder voll und gut besetzt war – so wünscht man sich das. Jetzt haben wir eine kurze Osterpause und Ende April sind wir gleich mit einem Doppelschlag zurück: Am 26. April ist wieder der legendäre Flohmarkt in der Obkirchergasse, da sind wieder die Backkünste und einen Tag später die Fußballkünste(?) gegen ISG gefragt. Mit denen hat man noch eine Rechnung aus dem Herbst offen, auch wenn das Spiel nicht in die Kategorie Pflichtsieg fällt. So bleibt zum Schluss nur noch eines zu sagen: Dy-dy-dynamo!

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