Dynamo trotzt Tabellenführer mehr als verdientes Remis ab

Zu Allerheiligen empfingen die Jungs von Dynamo den ungeschlagenen Spitzenreiter der Liga, DSG Klosterneuburg. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um einen so großen Brocken aufgetischt zu bekommen. Die ergiebige Kürbishuldigung des Vorabends hinterließ nämlich doch manch eine Spur in den Reihen Döblinger: Von verwischter Restschminke, über verkaterte Gesichter bis hin zu unheimlichen Stories hatte die Dynamo-Kabine vor dem Spiel einiges anzubieten. Gegen den Tabellenführer hatte man schließlich nichts zu verlieren und legte sich somit auch keinen großen Druck auf.

Vielleicht beflügelte genau diese Tatsache die Döblinger, denn ab der ersten Minute übernahmen die Heimischen sogleich das Kommando. In den Zuschauerreihen sah man mit Fortdauer des Spiels verwirrte Gesichter, die sich fragten, ob nicht etwa doch die Döblinger die Tabelle anführten. Schöne Kombinationen, viel Laufarbeit, schnelle Konter lauteten die Zutaten für das starke Spiel der Dynamos. Es dauerte nicht lange, bis die Hausherren mit der ersten richtig dicken Chancen anklopften: Nach einer Flanke von dem zuletzt in bestechender Form agierenden Höller F. stürmte sein kleiner/jüngerer Bruder, Höller P., in den Strafraum und köpfte den Ball auf das kurze Eck, vorbei am gegnerischen Keeper. Lediglich der Torrahmen wollte nicht mitspielen bei Dynamos Treffer und rettete die Klosterneuburger vor einem Rückstand. Die Dynamos erkannten ihre Möglichkeit, den Spitzenreiter zu stürzen, und legten in Minute 24 gleich nach: Nach einem weiten Freistoß von Veress M. auf seinen Innenverteidigerpartner Koppelhuber wurde der Ball zu Monghy weitergeleitet. Dieser legte quer auf Höller P., der den halbhohen Ball zur Führung ins Tor hämmerte – eine mehr als verdiente Führung. Von Klosterneuburg auf der anderen Seite war aus dem Spiel heraus wenig zu sehen, die einzigen Halbchancen ergaben sich nach Standards. Ein ebensolcher Eckball führte in der 33. Minute zum Ausgleich, wo ein sträflich allein gelassener Klosterneuburger problemlos einnicken konnte. Vor der Pause hatten die Döblinger zwar durch den wild vorstürmenden Koppelhuber nach Flanke von Höller P. noch die Chance auf das 2:1, aber sein Kopfball strich hauchdünn am langen Pfosten vorbei. Nach 45 Minuten lautete es also 1:1 – für die Gäste ein mehr als schmeichelhafter Zwischenstand.

Die zweite Hälfte der Dynamos konnte mit der ersten leider nicht mehr mithalten. Möglicherweise zollte man dem hohen Tempo des ersten Durchgangs Tribut, jedenfalls traten die Heimischen nicht mehr so dominant auf, wie zuvor. Klosterneuburg spielte aber weiterhin weitestgehend harmlos und so verstrichen die zweiten 45. Minuten ohne wirkliche Höhepunkte. Haiden vergab durch zwei Freistöße gute Möglichkeiten für die Döblinger, während die Gäste weiterhin hauptsächlich über Standards mehr oder minder Gefahr ausstrahlten. Zum Schluss schien es, als ob sich die beiden Teams mit dem Remis abgefunden hätten und das Spiel ging mit 1:1 zu Ende.

Fazit: Ein sehr beherzter Auftritt der Dynamos, der auch untermauert, dass Dynamo mit der derzeitigen Tabellensituation unzufrieden sein muss. Wenn man den ungeschlagenen Tabellenführer so gut im Griff hat, dann sollte man definitiv weiter vorne stehen. Hinten stand man absolut solide, vorne durchbrach man immer wieder mit schönen Kombinationen die gegnerischen Abwehrreihen. Die Leistung war dementsprechend schwer in Ordnung, insbesondere die kämpferische Komponente ist hervorzuheben. Mehr als ein Punkt wäre absolut drinnen gewesen und da hätten sich die Gäste auch nicht beschweren dürfen. Nichtsdestotrotz nimmt man den einen Punkt gerne mit. Am Sonntag ist man beim altbekannten Bezirksrivalen Celtic Salmannsdorf zu Gast, gegen den stets ein hitziges Duell vorprogrammiert ist. Drei Innenverteidiger fallen aus – ein Offensivspektakel ist gemäß der Binsenweisheit “Angriff ist die beste Verteidigung” somit garantiert!

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